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Erika Henicke beendet nach 59 Jahren ihre

 

 

Übungsleitertätigkeit

 

Renate Stüllein überreicht im Beisein der Sportlerfrauen Erika Henicke die Urkunde mit ihren Unterschriften.

 

Erika Henicke war überrascht und tief gerührt zugleich, als ihr die Frauensportgruppe des Greizer SSV mit einer Urkunde und vielen guten Worten für ihre langjährige Tätigkeit als Übungsleiterin zum Abschied dankte. Sage und schreibe 59 Jahre hat die sportbegeisterte Greizerin die wöchentlichen Gymnastikstunden  geleitet. „Eigentlich wollte ich das 60. Jahr meiner sportlichen Ambitionen noch vollenden. Im Zuge anstehender Veränderungen unseres Vereins ist daraus leider nichts geworden, bedauert die ehemalige  langjährige Kindergärtnerin, die, wie sie betont, ihren Beruf mit Leib und Seele ausgeübt hat. Alle Frauen der Sportgruppe bedauern ihren Abschied sehr. „Die Sportstunden  waren mit ihr  immer super“, schwärmte Ursula Müller, die schon seit 1963 dabei ist. „Erika hat immer neue Ideen eingebracht und uns mit den Übungen begeistert. Sie war aber auch streng“, erklärte Renate Stüllein, die ebenfalls seit 1963 der Frauensportgruppe angehört und ihr zur Erinnerung eine Urkunde überreichte, auf der alle Teilnehmerinnen unterschrieben haben. „Im Verlaufe der vielen Jahre hat sich untereinander ein freundschaftliches Miteinander entwickelt, ergänzte Erika Ehlich, die wie einige weitere Frauen auch seit Mitte der 1960er Jahren dabei ist.

 

 

Sportlich engagiert war die heute 79 Lenze zählende Erika Henicke schon als Kind und bewährte sich in den verschiedensten Sportarten. Als Übungsleiterin hatte sie  nach ihrem Staatsexamen als Kindergärternin  in der Lessingschule begonnen und übernahm zu dieser Zeit von ihrer Vorgängerin eine Gruppe. Bereits 1958 wurde sie erste Übungsleiterin der BSG Greika  und war auch in der Sportleitung tätig. Nach und nach erwarb sie sich die dritte Stufe als Übungsleiterin und legte nach der Wende 1992 die Lizenz zur Fachübungsleiterin in Erfurt ab.

Um den 26 Frauen ihrer Gymnastikgruppe immer etwas Neues zu bieten, schaut sie sich auch die morgendliche viertelstündigen Gymnastikübungen im Fernsehen an. „Da mache ich natürlich immer mit und erhalte dabei viele Anregungen. Mein Mann Ulrich weiß, dass er mich dabei nicht stören darf“, erklärte sie augenzwinkernd. „Die 26 Frauen der Gymnastikgruppe, die aus den verschiedensten Gegenden unserer Stadt kommen und sich wöchentlich einmal in der Turnhalle der Goetheschule treffen, sind eine ganz tolle Truppe. Ich habe ihnen empfohlen, sich künftig dem Hainberger SV anzuschließen“, erklärte Erika Henicke abschließend mit etwas Wehmut in ihrer Stimme.

Ganz ohne Aufgaben bleibt sie allerdings nicht, schließlich ist sie als helfende Großmutter mit ihrem Mann bei ihrer Tochter in Potsdam ab und zu gern gesehen.

 

C. F.